Aktuelles aus dem Verein

November 2020

Die Schulen in Argentinien sind immer noch geschlossen. Es fand fast das komplette Schuljahr, das im März begann, kein Präsenzunterricht statt. Für die Schüler und Schülerinnen sowie die Lehrpersonen ist die Situation nach wie vor eine große Herausforderung. In vielen Familien fehlen die technischen Mittel, damit die Kinder online erreichbar sind und arbeiten können. Oft läuft die Kommunikation per WhatsApp, aber häufig verteilen die Lehrpersonen den Schülerinnen und Schülern die Aufträge und das Material Anfang der Woche nachhause und holen Ende der Woche die fertigen Aufträge wieder ab. 

 

Geförderte Studentinnen und Studenten

Das Studium findet ebenfalls per Fernunterricht statt. Für die Studierenden ist die Situation etwas einfacher, da sie mit den technischen Möglichkeiten etwas vertrauter und insgesamt selbstständiger sind. Iropé förderte in diesem Jahr 9 junge Menschen, die an verschiedenen Universitäten und Ausbildungsstätten in Paranà und Diamante eingeschrieben sind. Sie studieren z.B. auf Lehramt in der Primarschule, Kindergärtnerin oder Psychologie. Leider war es jedoch nicht allen gleichermaßen möglich, am Fernunterricht teilzunehmen. Sie kommen insgesamt langsamer mit dem Studium voran. 

 

Gartenprojekte

Auch die von Irope geförderten Gartenprojekte in Kooperation mit der INTA wurden als Fernunterricht durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler erhielten beispielsweise Samen, die sie in ihrem Garten einsäten oder Arbeitsaufträge, die sie in ihren Heften erledigten und Fotos davon zurückschickten. 

 

Gesamtsituation

Viele sind der Meinung, dass dies ein verlorenes Jahr der Schule ist, da die Kinder unter diesen Bedingungen nur wenig Fortschritte machen. Wie in Deutschland gibt es insgesamt sehr viele verschiedene Meinungen über die Corona-Situation und die verordneten Maßnahmen. Viele Leute haben ihre Arbeit verloren und die ökonomische Situation ist sehr angespannt. Durch die Inflation sind die Lebenshaltungskosten stark gestiegen, ohne dass die Löhne gleichzeitig auch angehoben wurden. Im Vergleich zum Euro hat der Peso seit März etwa die Hälfte an Wert verloren. 

 

 

In den Gartenprojekten gestalteten die Kinder Zeichnungen in ihren Heften und zogen Pflanzen aus den erhaltenen Gemüsesamen


April 2020

Im März hätte eigentlich das Schul- und Studienjahr in Argentinien beginnen sollen. Doch wegen der Corona-Krise wurden auch dort sämtliche Schulen geschlossen. Dennoch geht der Unterricht weiter. Viele Schüler erhalten ihre Aufgaben per WhatsApp und die Studierenden haben online-Unterricht.

 

2020 erhalten insgesamt 10 StudentInnen eine Förderung. Sie studieren z.B. Erzieherin, Grundschul-Lehramt und Betriebswirtschaft. Eine Studentin schreibt ihre Abschlussarbeit als Geschichts- und Geografielehrerin. Eine neue Studentin kommt dieses Jahr hinzu, sie studiert Sonderpädagogik.

 

Besonders freuen wir uns, einer von uns geförderten jungen Frau zu ihrem erfolgreichen Abschluss zur Krankenschwester gratulieren zu können.

 

Auch dieses Schuljahr sind wieder einige Gartenkurse in Zusammenarbeit mit der INTA geplant. Da jedoch aufgrund der Coronakrise die Schulen derzeit geschlossen sind, können die Kurse nicht wie geplant stattfinden. Die Lehrer haben kürzlich beschlossen, den Kindern Aufgaben und Material zukommen lassen, damit sie zu Hause in ihrem eigenen Garten Pflanzen ziehen und kleine Projekte durchführen können.  

 

Die Studentinnen treffen sich Anfang März mit den 2 Mitarbeiterinnen, um die Unterlagen für die Förderung auszufüllen.
Die Studentinnen treffen sich Anfang März mit den 2 Mitarbeiterinnen, um die Unterlagen für die Förderung auszufüllen.